Als qualitätsorientierter innovativer Arbeitskreis mit hohem Anspruch an die individuellen Leistungen der Mitglieder versteht sich das Forum ZAHN & MENSCH auch als Plattform für den Austausch von Informationen und Erfahrungen über praxisrelevante neue Techniken, Verfahren und Materialien. Neben regelmäßig stattfindenden Symposien erfolgt der Austausch auch über die Publikation von Fachbeiträgen und Fallstudien. Eine Auswahl dieser Beiträge ist hier gesammelt.

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Dr. Wolfgang Boisserée
Manfred Läkamp
Bernd Bathe
Michael Maak

Dr. Boisserée


Zahnärztlich prothetische Maßnahmen nach Therapie einer kraniomandibulären Dysfunktion.



Teil 1:


Die Übertragung der Aufbissschienen in die prothetische Erstversorgung

Zusammenfassung
Die gezielte Therapie einer kraniomandibulären Dysfunktion erfordert im Einzelfall eine enge Zusammenarbeitvon Orthopäde, Manualtherapeut und Zahnarzt. Die Aufgabe des Zahnarztes besteht darin, die Okklusion den Änderungen der Oberkiefer- und Unterkieferrelation anzupassen, die sich aus einer Normalisierung der Muskelfunktion und einer Verbesserung der Körper- und Kopfhaltung ergeben.Häufiges therapeutisches Mittel des Zahnarztes ist die Aufbissschiene,die durch Korrektur der Okklusion pathologische Wirkungen von Kiefergelenksdysfunktionen aufhebt.Nach Abschluss der interdisziplinären Behandlung kann eine weiterführende prothetische Therapie notwendig werden, um die erreichte Kiefergelenkposition durch eine stabile, interferenzfreie Okklusion dauerhaft zu sichern. Zur Wahrung der therapeutischen Kiefergelenkposition während der prothetischen Therapie, muss die Aufbissschienenokklusion bereits im Vorfeld so vorbereitet werden, dass sie der Okklusion der definitiven pr othetischen Rekonstruktion entspricht.Im Falle der häufig vorkommenden Infraokklusion ist dies ideal mit fest aufklebbaren In einem ersten prothetischen Behandlungsschritt wird die erreichte Bissposition 1:1 in die provisorische Erstversorgung übertragen und stellt die Basis für die weiterführende prothetische Therapie dar. Bei ausgeprägten Diskrepanzen zwischen ursprünglicher und therapeutischer Bisslage ist vor dem Behandlungsbeginn das prothetische Behandlungsziel in Form eines diagnostischen Wax-up festzulegen.Das Wax-up unterstützt diePlanung des prothetischen Behandlungsumfanges, entscheidet über die Zuordnung der Pfeilerzähne in der zukünftigen Rekonstruktion und ist Grundlage für das Langzeitprovisorium. An einer Kasuistik wird der Behandlungsablauf vorgestellt.

Teil 2:


Registrattechniken, Langzeitprovisorien, definitive prothetische Rekonstruktion

Zusammenfassung
Die Übertragung der Aufbissschienenokklusion in eine prothetische Restauration erfolgt im ersten Behandlungsschritt durch ein direkt im Mund des Patienten angefertigtes Erst- oder Kurzzeitprovisorium [2]. Danach entscheidet der individuelle Behandlungsfall über das weitere prothetische Vorgehen.In den meisten Fällen ist die Anfertigung eines laborgefertigten Langzeitprovisoriums der entscheidende Schritt zu einem sicheren funktionellen prothetischen Behandlungserfolg. Auf Basis des Wax-up angefertigt, nimmt das Langzeitprovisorium die definitive prothetische Arbeit vorweg und kann in Dimension und Funktionhervorragend ausgetestet und weiterhin in interdisziplinärer, manualmedizinisch-zahnärztlicher Zusammenarbeit korrigiert werden.Grundlegende Voraussetzung bei allen zahnärztlichen Maßnahmen ist die exakte dreidimensionale Beibehaltungder therapeutischer Bisslage. Eine in dieser Weise, mit einem laborgefertigten Langzeitprovisorium ideal vorbereitete Patientensituation, ist mit geeigneten Mitteln zuverlässig in die definitive prothetische Rekonstruktion überführbar.Die einzelnen Behandlungsschritte werden anhand einer Kasuistik vorgestellt.

Manfred Läkamp


Streifzug
Zwei Patientenfälle aus Sicht des Zahntechnikers



Zusammenfassung
Das Ganze ist mehr als die Summe seiner Teile, lautet ein Sprichwort, in dem viel Wahrheit steckt. Es wirdeinmal mehr durch den Beitrag von Manfred Läkamp bestätigt, der auf die zahntechnische Leistung inner-halb des Gesamtbehandlungskonzeptes abzielt. Geprägt wurde der in seinem Beitrag zum Ausdruck kom-mende interdisziplinäre Ansatz von seinen Lehrern Prof. Dr. Alexander Gutowski, Prof. Dr. Arne Lauritzen,Heinz-Michael Polz, Ludwig Rinn und Prof. Dr. Santor Palla. Bei Prof. Gutowski ist Manfred Läkamp seit fast24 Jahren als Kurstechniker tätig. Im ersten Teil wird eine Totalsanierung im funktionsgestörten Gebissdurch festsitzende Restaurationen beschrieben. Bei einem zweiten, auch sehr komplexen Patientenfall, wirdnur der zahntechnische Part beschrieben – mit Blick auf die neue Keramik GC Initial MC.Indizes: Ästhetik, Funktion, Langzeitprovisorien, Metallkeramik, Vollkeramik

Bernd Bathe


Materialien in der Zahntechnik - Metalle, Keramik, Kunststoffe



Zusammenfassung
In der Zahntechnik werden eine Vielzahl unterschiedlicher Materialien eingesetzt. In diesem Artikel stellt Zahntechnikermeister Bernd Bathe die wichtigsten Werkstoffgruppen vor, zeigt Einsatzgebiete und Verarbeitungstechniken auf nennt Vor- und Nachteile der einzelnen Materialien. Dabei richtet sich die Material-Auswahl jeweils nach den medizinischen Indikationen des behandelnden Zahnarztes sowie die ästhetischen Ansprüchen der Patienten.

Michael Maak


Effiziente nichtchirurgische Parodontaltherapie



Zusammenfassung
Die nichtinvasive Parodontaltherapie zur Behandlung von Parodontopathien hat in den letzten Jahren zunehmend an Bedeutung gewonnen. Viele Zahnärzte sind sich dabei der Tatsache bewußt, daß die gründliche subgingivale Säuberung und Wurzelglättung eine schwierige therapeutische Aufgabe darstellt. Weitere Entwicklungen und wissenschaftliche Untersuchungen neuer Verfahren mit Hilfe von Ultraschallgeräten und deren klinische Anwendung haben in letzter Zeit gezeigt, daß diese Methode mehr als eine Alternative zur konventionellen Therapie darstellt. Es konnte gezeigt werden, daß sie bis zu 38% effizienter ist als die Arbeitsweise mit herkömmliche Handinstrumente.