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Registrattechniken, Langzeitprovisorien, definitive prothetische Rekonstruktion

Die Übertragung der Aufbissschienenokklusion in eine prothetische Restauration erfolgt im ersten Behandlungsschritt durch ein direkt im Mund des Patienten angefertigtes Erst- oder Kurzzeitprovisorium [2]. Danach entscheidet der individuelle Behandlungsfall über das weitere prothetische Vorgehen.In den meisten Fällen ist die Anfertigung eines laborgefertigten Langzeitprovisoriums der entscheidende Schritt zu einem sicheren funktionellen prothetischen Behandlungserfolg. Auf Basis des Wax-up angefertigt, nimmt das Langzeitprovisorium die definitive prothetische Arbeit vorweg und kann in Dimension und Funktionhervorragend ausgetestet und weiterhin in interdisziplinärer, manualmedizinisch-zahnärztlicher Zusammenarbeit korrigiert werden.Grundlegende Voraussetzung bei allen zahnärztlichen Maßnahmen ist die exakte dreidimensionale Beibehaltungder therapeutischer Bisslage. Eine in dieser Weise, mit einem laborgefertigten Langzeitprovisorium ideal vorbereitete Patientensituation, ist mit geeigneten Mitteln zuverlässig in die definitive prothetische Rekonstruktion überführbar.Die einzelnen Behandlungsschritte werden anhand einer Kasuistik vorgestellt.

Die Übertragung der Aufbissschienen in die prothetische Erstversorgung

Die gezielte Therapie einer kraniomandibulären Dysfunktion erfordert im Einzelfall eine enge Zusammenarbeitvon Orthopäde, Manualtherapeut und Zahnarzt. Die Aufgabe des Zahnarztes besteht darin, die Okklusion den Änderungen der Oberkiefer- und Unterkieferrelation anzupassen, die sich aus einer Normalisierung der Muskelfunktion und einer Verbesserung der Körper- und Kopfhaltung ergeben.Häufiges therapeutisches Mittel des Zahnarztes ist die Aufbissschiene,die durch Korrektur der Okklusion pathologische Wirkungen von Kiefergelenksdysfunktionen aufhebt.Nach Abschluss der interdisziplinären Behandlung kann eine weiterführende prothetische Therapie notwendig werden, um die erreichte Kiefergelenkposition durch eine stabile, interferenzfreie Okklusion dauerhaft zu sichern. Zur Wahrung der therapeutischen Kiefergelenkposition während der prothetischen Therapie, muss die Aufbissschienenokklusion bereits im Vorfeld so vorbereitet werden, dass sie der Okklusion der definitiven pr othetischen Rekonstruktion entspricht.Im Falle der häufig vorkommenden Infraokklusion ist dies ideal mit fest aufklebbaren In einem ersten prothetischen Behandlungsschritt wird die erreichte Bissposition 1:1 in die provisorische Erstversorgung übertragen und stellt die Basis für die weiterführende prothetische Therapie dar. Bei ausgeprägten Diskrepanzen zwischen ursprünglicher und therapeutischer Bisslage ist vor dem Behandlungsbeginn das prothetische Behandlungsziel in Form eines diagnostischen Wax-up festzulegen.Das Wax-up unterstützt diePlanung des prothetischen Behandlungsumfanges, entscheidet über die Zuordnung der Pfeilerzähne in der zukünftigen Rekonstruktion und ist Grundlage für das Langzeitprovisorium. An einer Kasuistik wird der Behandlungsablauf vorgestellt.